Finn trifft Fine – Ein Abend mit zwei Welpen

Finn und Fine - erschöpfte Welpen nach dem Spiel
Finn und Fine – erschöpfte Welpen nach dem Spiel

Am Montag Abend hatten wir die Gelegenheit zu einer Familienzusammenführung. Nachdem Finn ja nun schon seit etwas mehr als zwei Wochen (siehe auch „Finn kommt nach Hamburg“) bei uns ist kam vergangenes Wochenende auch seine Schwester Fine in die Freie und Hansestadt. Ein weiterer vierbeiniger „Quiddje“ sozusagen (für alle Nicht-Hamburger … das ist so etwas wie Slang und kann mit „Fremder“ oder „Zugereister“ übersetzt werden). Über Fine haben wir ja schon berichtet. Ende dieser Woche werden wir euch auch informieren, was aus dem Aufruf „Fine sucht ein neues Zuhause“ geworden ist.

Aber zurück zur Story … Fine weilt derzeit unter liebevoller Betreuung auf dem Anwesen des Ehepaares, welche die beiden in Spanien zu sich genommen und aufgepäppelt hatten und war damit in erreichbare Nähe für uns gerückt. Ein kurzes Stück die Autobahn A7 Richtung Norden und schon waren wir trotz widriger Wetterverhältnisse am Ziel. Ein schönes, Nahe am Waldrand gelegenes, Grundstück mit viel Auslauf, einer Mauer drum herum und großen Teichen. Innen größtenteils Fliesen, was bei den kleinen Rabauken und ihrer teils durchaus stürmischen Art zu spielen definitiv ein Vorteil ist. Ich überlege beim Schreiben dieser Zeilen gerade, wie oft die zwei wohl den eigentlich schweren und recht gut gesicherten Wassernapf umgeworfen haben …

Man sagt ja, dass Hunde relativ schnell neu geprägt werden können, sich gut und einfach auf neue Umgebungen, Herrchen/Frauchen etc. einstellen können. Natürlich gibt es auch genug Geschichten, wo Hunde unglaubliche Strecken zurück legen, um ihre (ehem.) Besitzer wieder zu finden. Dementsprechend unsicher waren wir, wie Finn wohl auf seine Schwester reagieren würde. Hatten sich doch beide Hunde über einen Zeitraum von mehreren Wochen nicht mehr gesehen und waren in dieser Zeit auch deutlich gewachsen. Finn war übrigens zum Zeitpunkt des Auffindens der kleinere von beiden Hunden und wog gerade einmal 2,5 kg … Heute hat er gut 10 kg hinzu gewonnen und erfreut sich nicht nur bester Gesundheit, sondern war auch deutlich größer als seine Schwester. Jedenfalls dachten wir, ach, die zwei werden sich bestimmt freuen, sich wieder zu sehen. Tja, so genau vermag ich das jetzt nicht zu beurteilen, aber die ersten Minuten … Viertelstunden … waren doch anders als erwartet. Erst ein deutlich hörbares Knurren, dann eine wilde Balgerei, die sich, wenn auch in abgeschwächter Form, über Stunden den gesamten Abend hinziehen sollte.

Zeigt her eure Pfoten!
Zeigt her eure Pfoten!

Damit dies nun aber vom geneigten Leser und Hundefreund nicht falsch verstanden wird: Relativ schnell wurden wohl die Fronten geklärt, die Rangordnung abgesteckt und alles, was folgte, war zwar turbulent und sah für den Betrachter recht wild aus, war aber rein spielerisch und machte beiden Welpen sichtbar großen Spaß!

Das Foto oben rechts zeigt die beiden Welpen nach mehr als dreistündigem Spielen und Toben, wie sie erschöpft aber glücklich in einer der Küchen (ja, ihr lest richtig, einer der Küchen … *g*) gemeinsam auf dem Boden liegen. Pfote an Pfote, wie man sehen kann.

Auch uns Menschen hat der Abend große Freude bereitet, wir haben uns über Hundeerziehung, Rudelbildung, Beisshemmung und natürlich über ganz typische Themen für uns Zweibeiner sehr gut unterhalten. Abgerundet von einem tollen gemeinsamen Abendessen.

Das war toll, vielen Dank, liebe Stephanie! Gerne können wir das wiederholen.

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