Mit Hund im Schanzenpark

Finn_SchanzenparkEs gibt für einen Hund nichts schöneres, als frei und ohne Leine die Welt zu erkunden. Wie ich gelernt habe, ist es sogar elementar für seine Entwicklung und hilft, einen entspannten und ausgeglichenen Charakter zu bewahren. Selbst ein einstündiger Spaziergang an der Leine kann eine halbe Stunde Freilauf nicht ersetzen.

Am allerliebsten fahren wir dafür an die Elbe. Aber wenn das Auto gerade einen Aussetzer hat, müssen alternative Grünflächen her. Denn solange Finn noch nicht ganz perfekt auf Kommandos hört, wippende Rocksäume von vorbei gehenden Damen zu verlockend findet und auch gern mal Handschuhe an Händen stibitzt, fühle ich mich (noch) nicht so richtig wohl, ihn im Viertel an der Straße frei laufen zu lassen.

Zum Glück gibt es den Schanzenpark. Der ganze Park ist – was mir früher als Noch-nicht-Hundebesitzer gar nicht klar war – Hunde-Freilaufzone. Und daher auch voller potenzieller Spielpartner.

Nach meinem Empfinden gehört diese Freilaufzone hinsichtlich Größe auf jeden Fall zu den besseren in Hamburg. Es ist eben ein Park und nicht nur eine Wiese. Aber auch die Besucher machen den Park zu einem sehr angenehmen Ort. Gerade heute sind wir auf ein „Rudel“ aus Menschen und Hunden getroffen, das uns sehr freundlich aufgenommen hat. Ein Grüppchen verschiedenartigster Menschen, die durch ihre Liebe zum Hund zueinander gefunden haben und sich nun regelmäßig dort treffen. Total gut. Der kleine Herzensbrecher macht es einem natürlich sehr leicht, zu so einer Gruppe Zugang zu finden ;) Aber ich bin generell fasziniert von der Offenheit und Freundlichkeit, mit der Hundebesitzer untereinander ins Gespräch kommen, egal ob in der Schanze, an der Elbe oder in St. Georg. Das ist ein großartiger Nebeneffekt des Hundebesitzer-Daseins.

Dem Rudel von heute schließen wir uns gern weiterhin an – sofern Finn, wenn er ausgewachsen ist, von den Hunden weiterhin so freundlich aufgenommen wird. Ausschlaggebend ist ja in dem Fall, dass die Hunde sich verstehen, nicht die Menschen. Noch ist er keine Konkurrenz und wird freundlich in Raufrunden integriert oder im schlimmsten Fall einfach ignoriert. Für mich ist sehr angenehm, dass er mit seinen 4,5 Monaten immer noch in meiner Nähe bleibt und sich im Zweifel eher an mir orientiert, als an den anderen Hunden. All das kann sich ändern, wenn er in ein paar Monaten mit halbstarkem Ego die Wiese aufräumt und die Rangfolge neu aufrollen möchte… Ein potenzieller Kandidat dafür ist er auf jeden Fall.Schanzenpark

Fazit: Für sehr zart besaitete Kandidaten, die große oder viele Hunde auf einmal scheuen, ist der Park vielleicht eine kleine Herausforderung. Aber ich habe im Vorfeld mehr Warnungen vor unerzogenen Hunden gehört, als ich bestätigen kann. Im Gegenteil. Aus meiner Sicht ist der Park in der Schanze Gold wert.

Im Sommer wird es aber noch spannend, denn wenn ich mich richtig erinnere, sind die Wiesen bei gutem Wetter voller Sonnenanbeter. Man wird sehen, wie die sich mit den frei laufenden Hunden vertragen…

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