Start in ein Hundeleben: Grund-Ausstattung


Hundeausstattung
Gut sechs Wochen sind inzwischen vergangenen, seitdem unsere Wohnung zum „Finn-land“ wurde… Die ersten Bewährungsproben und Erfahrungen hinsichtlich Sinn und Unsinn von Hunde-Produkten haben wir also schon hinter uns. Deswegen möchten wir allen künftigen Hundebesitzern an dieser Stelle eine Checkliste an die Hand geben: Was muss angeschafft werden, bevor ein Welpe in Euer Leben tritt?

Hundetransportbox

Zum Transport sind sie gut geeignet, aber ihren wahren Segen offenbaren diese Boxen zu Hause: Der Welpe braucht dort einen ruhigen und klar abgegrenzten Rückzugsort, an dem er sich von den aufregenden Erfahrungen des Tages erholen kann. Und am besten kann er das, wenn er etwas von seiner Umwelt abgeschirmt wird. Super ist die Box auch zum Schlafen, denn so lange der Hund noch nicht stubenrein ist, würde er nach dem Aufwachen – von den Zweibeinern unbemerkt – vermutlich irgendwo in der Wohnung einen See hinterlassen… Wenn er aber in der Box schläft, macht er sich bemerkbar, wenn er mal muss.

Wir waren anfangs unsicher, ob der Hund so eine Box nicht als Bestrafung oder Aussperren empfindet. Aber im Gegenteil. Finn liebt seine Box heute noch und für Hund und Mensch ist es wirklich eine Wohltat. Die ersten zwei bis drei Male wurde ein wenig lamentiert, als der Reißverschluss von uns zugemacht wurde. Aber da muss man durch ;)

– Kauseil und Kauknochen

In den ersten Wochen und Monaten wird auf allem herum gekaut, was nicht niet- und nagelfest ist. Um Sofas, Schuhe und Handtücher zu schützen, braucht es Ersatz. Diese Utensilien sind nicht nur für Entertainment-Zwecke wichtig, sondern auch für die Zahnreinigung.

Fellbürste

Die Fellpflege ist in der Wildnis den Rudelführern vorbehalten, daher ist die tägliche Fellpflege nicht nur wichtig für die Hygiene, sondern auch ein Mittel, um potenzielle Alphatierchen zu zähmen. Finn und seine Bürste sind aktuell noch nicht die besten Freunde. Aber wir bleiben hartnäckig…

– Halsband & Hundeleine

Gibt’s aus Leder, aus Nylon, in allen erdenklichen Farben… Bei der Auswahl kommt es meist jedoch weniger auf die Optik an, als vielmehr darauf, was zum Charakter des Hundes passt. Ist es ein unruhiges Tier, das gern in die Leine springt, macht ein Geschirr mehr Sinn als ein Halsband.

Schleppleine

Noch nie gehört in Pre-Finn-Tagen… Schleppleinen sind super, um dem Hund das freie Laufen UND gleichzeitiges Gehorchen beizubringen. Denn er zieht diese Leine hinter sich her, hat also das geliebte „Freilauf-Gefühl“. Wenn er dann auf Rufe nicht reagiert, ist das Ende der Leine noch in Reichweite, um ihn zu korrigieren. Biothane-Leinen bestehen aus einem Polyestergewebe, das sehr viel haltbarer und hygienischer ist, als zum Beispiel Leder. Es gibt sie in quietsch-grün, neon-orange oder in ähnlichen unmöglichen Farben – aber zurecht: Denn so sieht man sie auch auf dunklen Wald- und Matschböden. Die typischen schwarzen Schleppleinen aus Nylon würden wir daher nicht empfehlen.

Futterbeutel

Auch so eine neue Hunde-Besitzer-Vokabel. Kleines Säckchen, mit dem man immer ein bisschen Trockenfutter zur Belohnung mit sich herumschleppen kann. Früher hab ich mich immer gefragt, ob Hunde durch das ewige Belohnen nicht total verzogen und verhätschelt werden… Genau das Gegenteil ist der Fall. Erziehung geschieht vor allem durch Belohnung, nicht etwa durch Bestrafung.

– Hundekotbeutel

Hängen in hundereichen Gegenden an Mülltonnen und Zäunen und gibt es ansonsten kostenlos bei Budni. Großartiger Service – wir sind eben ein Hundeland ;)

Zeckenzange

Brauchten wir Gott sei Dank bislang noch nicht (irks…), daher kann ich noch nichts über Funktionalität und Eignung sagen. Wir werden aber wohl nicht drum herum kommen. Daher auf jeden Fal auch eine wichtige Anschaffung.

– Futterschalen

Gibt’s ne Menge zum Beispiel bei Fressnapf. Wichtig ist, dass sie gut zu reinigen sind (Metall ist daher besser als Kunststoff) und nicht rutschen (Gummilippe). Die Größe ist abhängig vom Hund. Für gierige Kandidaten gibt es sogenannte Anti-Schling-Näpfe, damit haben wir aber bislang noch keine Erfahrung gemacht.

– Futter

Wir nutzen das Trockenfutter von Platinum. Die Futter-Frage ist wohl die elementarste aller Fragen… Daher werden wir dem Thema noch einen separaten Artikel widmen.

Soweit das Basis-Hunde-Survival-Pack. Im Fressnapf wird einem darüber hinaus der ein oder andere Unsinn angeboten. Wir haben bislang komplett auf Quietschtiere, besondere Leckerlis oder sonstigen Kram verzichtet und fahren damit sehr gut. Mehr ist halt nicht immer mehr…

Nicht zu vergessen ist übrigens auch eine gewisse Grundausstattung für den Hundebesitzer selbst: 

– Gummistiefel

– alte Kleidung, die schmutzig werden kann

– Handschuhe, die entweder sehr robust oder alt (und deshalb nicht zu schade für Löcher durch kleine spitze Hundezähne) sind

2 Gedanken zu “Start in ein Hundeleben: Grund-Ausstattung

  1. Moin Christina,

    ich alte (44, oh Schreck…!) Hamburger Deern erwarte baldigst und zum ersten Mal vierbeinigen Nachwuchs aus Andalusien, Whohooo! Bin deshalb grad wie blöde am suchen, recherchieren und rumstöbern und dabei auf deinen Blog gestoßen: GENAU was ich gesucht habe, Mensch, gibt´s das? Ihr scheint in der Sternstraße zu leben, oder? Meine Wenigkeit betreibt partnerschaftlich ´ne schicke Boutique in der Marktstrasse, gegenüber vom Panther! Wauzi wird also auch mit zur Maloche geschleppt, von daher bin ich über ab-so-lut jeden Rat und alle Erfahrungsberichte unfassbar glücklich! Ich stalke nun Schritt für Schritt deinen ganzen Blog durch und wer weiß, vielleicht bleibt Finn ja mal schnuppernd bei uns stehen, weil es bei uns so herrlich nach attraktiver Lady duftet (ich spreche vom Hund!!!)

    Aufgeregte Grüße an dich und dein Rudel!
    Steffi

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