Finn lernt Leinenführigkeit oder: Das große Zuppeln

Finn und Christina üben Leinenführigkeit
Finn und Christina üben Leinenführigkeit

Bei 40 Kilogramm Gewicht, die Finn als Ziel im Auge zu haben scheint (man munkelt, es könnten auch mehr werden…), wäre es fatal, wenn die Leine nicht sein Freund wird. Und so üben wir in letzter Zeit fleißig „Leinenführigkeit“. Heisst: Wenn der Hund an der Leine ist, soll sie möglichst immer ein bisschen durchhängen und der Hund sich gleich selbst korrigieren, sobald sie sich strafft.

Der Weg zum Ziel geht wie immer über Futter. Jeden Tag sollte folgende Übung während des Spaziergangs eingebaut werden, am besten an einem Ort, an dem der Hund nicht abgelenkt wird:

  • Zieht er nach vorn, bleiben wir stehen, „zuppeln“ an der Leine (kurzes schnelles Ziehen, wobei Hundehals und ziehende Hand ungefähr auf gleicher Höhe sein sollten, so dass sich die Leine parallel zum Boden spannt) und gehen ein paar Schritte rückwärts.
  • Sobald der Hund sich umwendet UND Blickkontakt aufnimmt, hören wir auf zu zuppeln, loben ihn, gehen noch ein paar Schritte weiter rückwärts und geben ihm schließlich ein Leckerli, bevor es wieder weiter geradeaus geht.
  • Wichtig ist dabei der Blickkontakt, denn nur dann haben wir die volle Aufmerksamkeit des Hundes.
  • Diese Übung wiederholen wir mehrfach, insgesamt etwa 3 bis 5 Minuten pro Tag.

Natürlich ist es nicht möglich, jedes Mal rückwärts zu gehen, sobald der Hund zieht. Aber ideal wäre es. Denn eigentlich sollte er am besten nie die Erfahrung machen, dass es schneller geradeaus geht, wenn er zieht. Im Alltag, außerhalb unserer Übungszeit, unterbrechen wir seinen Vorwärtsdrang dann mit kurzem Zuppeln an der Leine. Meist reicht das schon, um ihm in Erinnerung zu rufen, dass die locker hängende Leine Frauchen glücklicher macht als die gestraffte…

Wir sind mit Finn schon auf einem guten Weg und haben bereits die ein oder andere vorbildliche Strecke zurück gelegt. Je nach Tagesform und je nachdem, ob etwas potenziell Fressbares unseren Weg kreuzt, gibt es noch kleine Rückfälle. Aber wir nähern uns zuppelnder Weise langsam dem großen Ziel der Leinenführigkeit…

 

 

2 Gedanken zu “Finn lernt Leinenführigkeit oder: Das große Zuppeln

  1. Das ist ja eine tolle Entwicklung und „Lehre“, die Finn absolviert! Ich lese jeden dieser Kommentare mehrfach und wenn ich Aufheiterung gebrauchen kann, schaue ich auf Finn (und Fine)!
    Bin auf das nächste Treffen der beiden gespannt.
    Dr.F.Hach

    • Lieber Herr Dr. Hach, Sie und Ihre Frau unter unseren Lesern zu wissen, macht uns besonders stolz und glücklich. Wenn Sie nicht wären, hätten wir unseren Finn ja nicht… Bis bald, wenn das Hunde-Trio wieder vereint ist ;) Herzliche Grüße, Christina

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