Ein halbes Jahr mit Hund in Hamburg – was bisher geschah.

DSC_0187Heute feiern wir ein bisschen Geburtstag. Nicht unseren, nicht den von Finn, sondern halbjähriges Jubiläum unseres gemeinsamen Hundelebens. Genau heute vor sechs Monaten kam ein neuer Hund in unser Leben. Einige Dinge, die sich mit Finn Fellmann geändert haben:

 

 

  • Oliver musste sein geliebtes Ikea-Fell opfern (auf dem Finn nun des Nachts thront). Ich meine Lieblings-Jeans, die ich, zerfetzt wie sie ist, immer noch völlig sinnlos im Schrank horte… Im Gegensatz dazu haben weder Möbel noch Schuhe auch nur einen Kratzer abbekommen und die Welpenzeit unbeschadet überlebt – Halleluja!
  • Unser Waschmaschinen-Nutzungsverhalten hat sich um 100 Prozent erhöht (mindestens), ebenso unsere Toleranz-Schwelle, was Gerüche und Substanzen unbekannter Art an Hundepfoten, Schleppleine oder auf dem Boden angeht. Was einen nicht umbringt…
  • Wir haben unglaublich liebe Menschen kennen gelernt, manchmal nur ein paar freundliche Worte getauscht, manchmal Freundschaften geschlossen. Insbesondere mit Finns Findel-Familie, die wir sehr ins Herz geschlossen haben. Und darüber hinaus. Finn sei Dank!!!
  • Nachbarschaftsbande sind auf die Probe gestellt worden, haben sich gefestigt – oder das Gegenteil. Und beides ist gut so.
  • Open-end-ausschlafen geht nur noch für einen von uns (und für den dann mit latent schlechtem Gewissen).
  • Die ein oder andere biologische Erkenntnis gab es: Hunde haben auch Milchzähne. Hunde haben ein drittes Augenlid. Hunde sind auch dann gesund, wenn sie eine trockene Nase haben.
  • Organisation ist alles!
  • Geduld ist noch mehr – Geduld ist unsere neue Religion. Manchmal glaubt man dran, manchmal nicht…
  • Alles. Dauert. Länger. Jedes Verlassen der Wohnung, jede Autofahrt, jeder Weg – egal wohin.
  • Dinge, die ich mir schwieriger vorgestellt hätte, sind einfach. Einen Hund zum Bürohund machen. Menschen finden, die auf den Hund aufpassen, wenn man ihn nicht mitnehmen kann.
  • Dinge, die ich mir einfacher vorgestellt hätte, sind schwierig. Einen Hund stubenrein bekommen. Einem Hund den Rückruf beibringen.
  • Wir nehmen 100 Prozent mehr Sauerstoff zu uns.
  • Die Mittagspause verbringe ich im Büro nicht mehr unter Bergen von Arbeit am Schreibtisch. Sondern bei Wind und Wetter mit Hund im Park. Tut beiden gut.
  • Wir streiten uns über die bessere Erziehungsmethode.
  • Wir bewundern den anderen für die bessere Erziehungsmethode.
  • Wir sind eifersüchtig auf den anderen, den der Hund gerade lieber mag.
  • Wir sind froh, dass der andere da ist, damit man selbst nicht überfordert ist.
  • Wir sind glücklich, dass der andere da ist, weil man die schönen Hundeerlebnisse gemeinsam erlebt.
  • Wir haben großartige Ecken in Hamburg kennen gelernt. Das Niendorfer Gehege. Den Volkspark. Den Wittenberger Strand.
  • Ich blogge!
  • Und wir haben ein neues Familienmitglied, das uns manchmal den letzten Nerv raubt, hin und wieder an Grenzen und oft zum Lachen bringt, uns jeden Tag rührt und überglücklich macht, nicht mehr wegzudenken ist und zu den absolut besten Entscheidungen unseres Lebens gehört.

To be continued…

2 Gedanken zu “Ein halbes Jahr mit Hund in Hamburg – was bisher geschah.

  1. Hi Johanna, danke für Deinen Kommentar! Wir haben ja selbst (noch) keine Kinder und daher keinen Vergleich ;) Es ist interessant zu lesen, dass Du das als Mutter so siehst. Ist für angehende Hundebesitzer eine absolut wichtige Lektion: Bei aller Begeisterung und Zuneigung ist ein Hund auch eine Herausforderung – wenn auch natürlich generell die wesentlich kleinere im Vergleich zu Kindern.

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