Mit Hund auf Föhr

Unser erster richtiger Urlaub mit Hund liegt (schon viel zu lange!) hinter uns. Und Föhr hielt, was es versprach: Endlose Strände, wunderschöne Wiesen, niedliche Dörfer und: schlechtes Wetter ;) Letzteres ist bei der aktuellen Hitze kaum vorstellbar, aber ich hänge etwas in der Zeit und gestehe, dass wir schon im Juni verreist sind. Aber Regen hin oder her: Es war so wuuuundeeeeeerschööööööön!!

Die Insel, die mir im Vorfeld als echtes Hundeparadies beschrieben wurde, kam mir am ersten Tag ganz und gar nicht so vor. In der Broschüre in unserer Ferienwohnung hieß es: „Hunde sind überall anzuleinen und an den Stränden – mit Ausnahme der Hundestrände – gänzlich verboten.“ Mhmpf. Wenn man dabei die paar Meter mickrigen Hundestrand vor Augen hat, die man andernorts vorfindet, kann einem schnell  die Urlaubslaune vergehen. Aber am Hundestrand in Nieblum (einer von drei Hundestränden auf Föhr) stelle sich dann gleich heraus, dass diese Sorge absolut unbegründet ist. Der Hundestrand ist sehr großzügig, wunderschön, mit Strandkörben ausgestattet und bei Ebbe geht es sowieso gefühlt kilometerweit Richtung Horizont. Finn hat also die absolute Freiheit genossen und konnte sich in Begleitung von Wattwürmern und Möwen nach Herzenslust austoben.

Wellen waren für unseren Fellmann etwas ganz Neues, und so hat man sich anfangs nur sehr zögerlich ins Wasser getraut. Da von den drei begleitenden Menschen auch niemand selbst schwimmen wollte, ist ihm seine Wasserscheu nicht wirklich vorzuwerfen ;) Nach ein, zwei Stöckchen im Wasser war das Eis immerhin gebrochen. Zum Schwimmen hat’s zwar noch nicht gereicht, aber nach dem Strandspaziergang war auf jeden Fall ziemlich viel Fell vom Fellmann nass.

Noch ein Wort zur Anreise: Von Hamburg liegt Föhr nur einen Katzensprung entfernt. Zur Fähre braucht man von Hamburg nur gute zwei Stunden. Der Transport von Hunden ist auf der Fähre kostenlos. Die Überfahrt dauert ca. 40 Minuten. Ist mit Hund auf jeden Fall alles gut machbar.

Was ich gewünscht hätte: mehr Kontakt mit anderen Hunden. Von den waschechten Hütehunden der Insel, die ihre – wirklich hübschen – Bauernhöfe bewachen, ist das kaum zu erwarten. Von denen musste sich Finn auf unseren Abendspaziergängen offenbar einiges Unfreundliches anhören. Es sei ihnen verziehen. Aber ich hätte gedacht, dass es am Hundestrand viel Spaß mit den Hunden anderer Urlauber gibt. Fehlanzeige. Die meisten Touristen machten eher einen Bogen um andere Vierbeiner (zu deren Leidwesen), was ich aus Hamburg eigentlich nicht kenne. An uns kann’s also nicht liegen…

Und so gehört die Woche auf Föhr wohl bislang zu denen in Finns Leben, in denen er die meisten Kilometer am Strand gelaufen ist, die größten Mengen Salzwasser getrunken und sich am häufigsten im Sand gewälzt – aber die wenigsten Hundekumpels kennen gelernt hat. Ansonsten ist Föhr auf jeden Fall eine Reise mit Hund wert. Und ich wär am liebsten gleich dort geblieben!

Abschließend noch einmal der Link, unter dem wir fündig geworden sind auf unserer Suche nach Urlaub mit Hund an der Nordsee: http://www.hundeurlaub-in-nordfriesland.de

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