Nützliches rund um den Hund beim Barcamp Hamburg 2013

Vergangenes Wochenende waren wir beim Barcamp Hamburg – kurz für die Barcamp-Newbies unter Euch: Ein Barcamp ist eine offene Tagung, bei der die Teilnehmer im Gegensatz zu einer klassischen Konferenz die Themen selbst vorgeben und diese im Rahmen von 45-minütigen Vorträgen, Diskussionen und Workshops umsetzen. Wer ein bisschen mehr wissen will: Das Magazin t3n beschreibt hier, wie man ein Barcamp seiner Mutter erklärt.

Auch wenn der Themenschwerpunkt von Barcamps in der Regel sehr „webzweinullig“ ist, sind der Themenvielfalt keine Grenzen gesetzt, insbesondere in Hamburg. Und so hätte es mich nicht überraschen sollen, dass sich eine Session von @Paulinoir – tadaa – um den Hund drehte. Um Angsthunde genauer gesagt. Pflichtprogramm für mich, ganz klar :-)

Finn ist weiß Gott kein kein Angsthund, aber einer mit Erfahrungen, die in seinen allerersten Lebenswochen in Spanien ungewiss und wohl nicht immer nur gut waren, bevor er aus der Mülltonne in die sicheren Hände seiner Findeleltern kam. Daher interessiert mich das Thema grundsätzlich durchaus.

In einer kleinen Runde mit rund zehn Hundebesitzern erzählten wir uns also von den kleinen Ticks und größeren Problemen unserer Vierbeiner. Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn ich von Hundebesitzern höre, die ihrem Hund echtes Fehlverhalten abtrainieren oder Ängste abbauen konnten. Soweit, dass Finn eine Verhaltensweise wirklich konsequent verändert hätte, bin ich leider noch nicht… Dass er etwas neues lernt – sicher.

Finn bei der Arbeit
Finn bei der Arbeit

Aber sein territoriales Verhalten im Büro konnte ich ihm noch nicht so recht austreiben. Nun steckt wohl auch ein Hütehund in ihm, und der bellt nun mal, wenn sich ein Fremder seinem behüteten Revier nähert – schon klar. Aber in meiner perfekten Welt schlägt er einmal an und ist dann ruhig, wenn ich es ihm signalisiere. Aber da sind wir noch nicht, ähem, ganz… ;)

Ein zentrales Fazit der Session, das im Laufe der vergangenen zwölf Monate auch mein Credo geworden ist: Wenn man das Verhalten des Hundes ändern will, muss man ihm zeigen, dass es lohnenswert ist. Glücklicherweise ist Finn recht verfressen, so dass ich mit Futter eigentlich weit kommen müsste. Mein Problem ist noch das richtige Timing. Wenn er bellt, wenn er im Flur Stimmen hört, lobe ich ihn dann gleich, sobald er ruhig ist – oder ist es in seiner Welt dann ein Lob für das Bellen!?

Eine interessante Anregung war für mich der Tipp, mit Finn ein Clickertraining zu machen. Ich werde das in den nächsten Wochen einmal ausprobieren.

Hilfreich finde ich auch die Buchtipps, die in der Session genannt wurden, und die ich hier gern weiter geben möchte:

Mein kleiner ganz persönlicher Barcamp-Erfolg: ein späteres Zusammentreffen mit jemandem auf dem Flur und den Worten: „Du bist doch die mit dem Hundeblog“. Ja, die bin ich :-)

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