Mit Hund das Abbruchsignal trainieren

Training mit Finn
Training mit Finn

Finn und ich hatten diese Woche eine Erkenntnis: Wir verstehen uns nicht. Also, manchmal schon, eigentlich sogar recht oft – aber nicht, wenn es drauf ankommt. Nicht, wenn er auf der Stelle etwas lassen soll – mit hundertprozentiger Zuverlässigkeit und sofort. Nach 13 Monaten ein harter Schlag ;) Aber ich nehme das auf meine Kappe. Denn möglicherweise war es ein kleines bisschen unschlau anzunehmen, dass ein Hund irgendwann zuverlässig auf ein „Nein“ reagiert, wenn das Wort – ohne Training und Übungsumfeld – sofort im Alltag eingesetzt, inflationär benutzt und vom Hund über die Monate verdammt oft auch ignoriert wurde. Kommt Zeit, kommt Zuverlässigkeit – oder nicht?

Nö. Und das leuchtet ja auch ein, wenn man mal drüber nachdenkt. Wenn ein Abbruchsignal nicht außerhalb von Alltagssituationen trainiert wird, ist das einzige, was mit der Zeit kommt, ein Abnutzungseffekt. Finn reagiert zwar oft auf „Nein“, aber nicht dann, wenn er abgelenkt oder einem starken Reiz ausgesetzt ist – und gerade dann soll’s ja klappen. Wenn es zum Beispiel im Büro klingelt und er vor Aufregung bellt, nützt „Nein“ überhaupt nix.

Ein sogenanntes Abbruchsignal ist nicht angeboren sondern harte Arbeit. Und so fangen wir mit unserem 1,5 Jahre alten Teenager-Hund nun nochmal bei A wie Aus an – nur heisst „Aus“ jetzt bei uns „Schluss“. Es ist wichtig, als Abbruchsignal ein Wort zu wählen, das im Alltag unter Menschen nicht ständig ausgesprochen wird und für den Hund noch unverbraucht ist.

Statt Weihnachtsferien ist nun also für alle Familienmitglieder Hundeschule angesagt. Dieses Netzfundstück zeigt ganz gut, welche Schritte beim Training des Abbruchsignals befolgt werden müssen (und wir sind erst in Phase eins, seufz):

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