Mit Hund im neuen Büro in der Neustadt

Neues Jahr, neues Büro: Finn und ich sind von der Alster an die Elbe gezogen. Die letzten Tage an unserer alten Wirkungsstätte waren für alle Seiten ziemlich nervtötend, denn die vielen Kisten, das unruhige Umzugs-Hin-und-Her und vor allem die gehäuften Besuche von Männern mit Zollstöcken, Leitern und Kartons haben der Hütehundseele zu schaffen gemacht. Man mag ja fremde Männer nicht so gern in den eigenen vier Wänden. Und man mag auch Veränderungen nicht so gern.

Mitspieler gesucht!
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Nichtsdestotrotz sind wir nun wohlbehalten im Johannisbollwerk direkt bei den Landungsbrücken eingetroffen und haben jetzt den großen Strom vor der Nase statt des großen Sees. Hinsichtlich Hin- und Rückweg eine absolute Verbesserung, denn mein Arbeitsweg beträgt zu Fuß pro Strecke eine halbe Stunde, so dass wir vor und nach der Arbeit automatisch einen schönen Spaziergang zurück legen.

Ein schmerzlicher Verlust ist aber die Tatsache, dass wir die Hundewiese wechseln und damit auf die mittäglichen Rauf- und Rennrunden mit Langhaar-Whippet Ray im Lohmühlenpark verzichten müssen. Ray und Finn haben sich im Januar letzten Jahres kennen und lieben gelernt, fast täglich haben wir seitdem während der Woche unsere Runden gedreht (http://mit-hund-in-hamburg.de/2013/02/finn-und-seine-freunde-wie-hunde-zusammen-spielen/). Das war zur Mitte des Arbeitstages immer eine großartige Abwechslung.

Und nun dies: eine vereinsamte, schmale, ziemlich brackige Hundewiese direkt neben Gruner & Jahr, kaum ein Hund zu sehen (dafür regelmäßige Spaziergänger ohne Hund an der Seite der Wiese) und schon gar kein treuer Mittagsgefährte wie Ray. Das ist hart. Und dabei hatte ich angesichts der Verlagsnähe und zahlreicher Büro- und Geschäftsräume auf nette Gespräche und spannende neue Hundekontakte gehofft. Neustadt-Büro-Hunde, wo seid Ihr??

Die wenigen Hundebesitzer, die ich auf der Michelwiese seit Ende Dezember getroffen habe, versichern mir alle, dass morgens und abends jede Menge los ist. Mittags kann ich das leider bislang nicht bestätigen. So ziehen wir also derzeit unsere etwas vereinsamten Runden und hoffen täglich auf ein Wiedersehen mit dem ebenfalls spanischen Mischlingsrüden Elvis, den wir einmal zufällig getroffen haben.

Michelwiese2Im Sommer verspricht die Situation noch angespannter zu werden, denn an die schmale Hundewiese neben Gruner und Jahr grenzen direkt weitere große Teile der Michelwiese – hier sind Hunde jedoch verboten. Ei, das wird eine Herausforderung im Sommer. Dennoch bin ich natürlich dankbar, dass überhaupt eine Hundewiese in fußläufiger Nähe ist. Aber offensichtlich bin ich von der Alster sehr verwöhnt – man verzeihe mir also die aktuelle Umzugsquängelei.

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