Barfshop auf dem Kiez: Der „Hundeladen“

Foto 2Hier aufm Kiez nennen die Leute die Dinge beim Namen: ein Hundeladen heißt hier „Hundeladen“. Ganz einfach. Kein St-Georg-Kreativ-Schnack à la „Pet Shop Boyz“ (No offense, ich kann auch diese plüschige Hundewelt sehr empfehlen!) – nein, so konkret wie der Name ist auch das Interieur: Frischfleischtheke, paar Hundespielzeuge, Grundausstattung (Leinen, Näpfe…) und gut ist das.

Barfshop mit Frischfleischtheke

Besitzer Michi kennt seine Kundschaft inklusive des jeweilig favorisierten Fußballclubs. Die Gespräche an der Fleischtheke vom Barfshop sind entsprechend flapsig-herzlich. Ein Mikro-Kiez für Hundebesitzer eben. Für menschliche Nasen ist der Inhalt der Theke eine echte Herausforderung. Aber die Auswahl lässt das Herz eines jeden Barfers höher schlagen. Was sich da alles in kleine Portionen zerhackt hinter der Glasscheibe befindet, vermag ich im Detail nicht mal zu sagen. Muss ich auch nicht, weil die Kilos, die Finn jeden Monat verdrückt, ja vom Tackenberg-Online-Shop stammen. Aber für Knochen und Kauzeug kommt mir der Hundeladen gerade richtig. Insbesondere, seitdem die Zoohandlung Dabelstein auf dem Schulterblatt leider nicht mehr ist. Als ich Michi nach Knochen frage, holt er ein halbes Kalb-Skelett aus dem Hinterzimmer und zerschneidet es vor meinen Augen in Finn-gerechte Stücke. Dazu nehme ich noch ein bisschen Rinderkopfhaut und erstmals auch – sorry, nix für Zartbesaitete – eine getrocknete Kuh-Schnauze inklusive Fell. Damit hätten Hunde besonders lange zu tun, sagt Michi mir.

Meine Ausbeute für 14 Euro: 5 Stücke Rinderkopfhaut, 3 Stücke Kalbsknochen und besagte Kuh-Schnute. Einer der Knochen wurde heute Nachmittag schon gleich verdrückt, dauerte (leider) nur wenige Minuten. Das Stück Kuh nehmen wir uns morgen vor.

In meinen Augen ist der Barfshop auf jeden Fall einen Besuch wert. Ich vermute, dass die Frischetheke eine Rarität und andernorts nicht so leicht zu finden ist. Gerade Barf-Anfänger werden hier mit Sicherheit eine gute Beratung finden. Schaut mal vorbei in der Hein-Hoyer-Straße 12! Einzig die Öffnungszeiten sind nicht so arbeitnehmerfreundlich: Wochentags sind ab 18.30 Uhr die Schotten dicht, und samstags ist erst gar nicht geöffnet. Trotzdem: Daumen hoch für Michi!

3 Gedanken zu “Barfshop auf dem Kiez: Der „Hundeladen“

  1. Hallo,
    eine sehr interessante Website. Man kann sich hier sehr gut rund um das Barfen informieren. Weiter so. Allen eine schöne Woche
    Grüße,
    Sebastian

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