Urlaub mit Hund in Hamburg

Foto-8Auf Facebook wurde ich kürzlich nach Empfehlungen gefragt, wie man als Tourist am schönsten Urlaub mit Hund in Hamburg machen kann. Und dann ist Hamburg ja nun auch noch unter den zehn lebenswertesten Städten der Welt. Für all die, die auch n bisschen Lebensqualität abhaben möchten – packt den Hundekorb ein und macht Euch ein traumhaftes Wochenende hier oben bei uns Fischköppen:

1. Tag
Ankommen und an der Elbe 100% Hamburg einatmen! Von den Landungsbrücken mit der Fähre 62 bis nach Neumühlen/Övelgönne. Dort tummelt sich das Hamburger Strandvolk, könnt also insbesondere bei gutem Wetter ziemlich voll sein. Aber die Reise ist es trotzdem wert, denn die Mischung aus Hafenindustrie, Natur und Hamburg gibt’s einfach nur dort. Der Strand ist keine Hundefreilauffläche. Freilaufende Hunde gibt’s trotzdem – muss man halt selbst wissen… Zum Spazieren und Käffchen trinken (Lieblingsplatz: Ahoi Strandkiosk) auf jeden Fall unerlässlich!
Foto-7Wer die Elbe an dem Tag noch länger ausnutzen möchte, macht sich mit den Öffentlichen (zum Beispiel Buslinie 36, dann 48) auf bis nach Blankenese an den Strandweg (Haltestelle heisst Krumdal). Auch dort wieder schöner Strand und noch wunderschönere Häuser der alteingesessenen Hamburger, und hier ist es meist schon etwas leerer. Vorbei am Leuchtturm kann man bis zum Falkenstein Ufer spazieren, dort gibt es dann auch endlich einen Hundestrand.
So, und danach noch ein bisschen urbanes Leben: Schanze und Karoviertel sind Café- und Restaurant-technisch sowie zum Shoppen perfekt – und noch perfekter, weil auch mit Hund hier was geht: Im Schanzenpark gibt’s ne Hundefreilauffläche mit jeder Menge Hundevolk. Unter anderem auch Finns Homebase.

2. Tag
Na gut, in der Hamburger City will man vermutlich auch mal kurz vorbei: Rathaus, Jungfernstieg, diesdas… und Alster ist ja dann auch wieder was für Vierbeiner. Vom Jungfernstieg geht Ihr am Vierjahreszeiten vorbei an der Binnen-Alster entlang rüber zur Außenalster. Immer am „Alsterufer“ hoch, dabei 1001 andere Hunde treffen, bis zur Hundewiese gegenüber vom Cliff, wo ein Päuschen auch mal ganz gelegen kommt (womit sowohl Cliff als auch Hundewiese gemeint sind :-)).
Im Frühjahr und Sommer kann man anschließend perfekt mit dem Alsterdampfer für 2 Euro einmal die Alster überqueren, um die zweite Tageshälfte in Uhlenhorst und Eppendorf zu verbringen. In der Gegend entlang der Bellevue hoch rund um den Rondeelteich sitzt das Hamburger Geld (unter anderem) und zeigt sich in eindrucksvollen Häuschen (Untertreibung des Jahrhunderts). Auf den Kanälen und Alsterläufen kann man auch überall prima Kanus mieten, den schönsten Blick auf Uhlenhorst, Winterhude und Eppdendorf hat man von dort aus. Ob zu Fuß oder im Kanu: In Eppendorf lässt es sich gut aushalten. Rund um Klosterstern, Eppendorfer Baum, Eppendorfer Weg und Hoheluftchaussee gibt es nicht nur jede Menge hübsche Lädchen, sondern auch allerlei nette Restaurants und Bars. In Hamburg ist es mir übrigens fast nie passiert, dass ein Hund – selbst so ein großer wie unserer – nicht mit rein dürfte.

3. Tag
Für die Programm-Empfehlung des dritten Tags kann ich mich nicht recht entscheiden. Deshalb gibt’s eine für Stadtmenschen und eine für diejenigen, die sich nochmal eine ganz dicke Portion Natur abholen wollen: Letztere sollten der Boberger Düne einen Besuch abstatten. Ich war selbst noch nicht dort, steht aber aufgrund zahlreicher Empfehlungen ganz weit oben auf meiner To-Do-Liste. Hunde bleiben dort an der Leine, aber nichtsdestotrotz ist es eine schöne Natur-Erfahrung mitten in einer eindrucksvollen Landschaft direkt vor den Toren der Metropole. Tipps zur Anfahrt auch ohne eigenes Auto gibt’s hinter dem Link.
So, und für die anderen hier nochmal die volle Dröhnung urbanes Hamburg: Startet den Tag bei einem der süßen Portugiesen im Portugiesenviertel bei den Landungsbrücken. Danach kurzer Stop auf der Hundewiese bei Gruner und Jahr, die zwar leider echt übersichtlich ist, aber immerhin gibt’s die Chance auf die ein oder andere kurze Hundebekanntschaft. Von dort aus eine Runde durch die Speicherstadt und die Hafencity. Letztere wird von Jahr zu Jahr grüner – eine Hundefreilauffläche fehlt dort jedoch meines Wissens nach leider noch. Aber so ein ausgedehnter Spaziergang dürfte auch dem Vierbeiner einigermaßen gefallen. Von Gruner und Jahr also an der U-Bahn-Haltestelle Baumwall vorbei rüber in die Speicherstadt, dort nach Herzenslust von der einen zur anderen Fleetseite rein in die Hafencity. Ein grünes Plätzchen findet sich dort zwischen all der modernen Architektur z.B. mit dem neu angelegten Lohsepark.
Anschließend fahrt Ihr mit der U4 von der HafenCity-Universität zum Hauptbahnhof und spaziert durch St. Georg, insbesondere durch die Lange Reihe. Auch hier wieder: Nette Lädchen, nette Cafés. Und am Ende der Langen Reihe wartet auch wieder eine kleine Hundewiese im Lohmühlenpark. Nichts besonderes, aber immerhin mal ein kurzer Freilauf nach so viel Stadt. Wer möchte, kann dann auch nochmal der Alster – dieses Mal der anderen Seite – Tschüß sagen.

Übernachten im Hotel mit Hund in Hamburg
Good news: Offensichtlich öffnen viele Hamburger Hotels auch Hunden ihre Türen. Bei der Buchung muss der Hund natürlich angekündigt werden, also bitte nicht einfach einpacken und losfahren.
Unter all den hundefreundlichen Hotels sind hier mal drei ausgewählt, die ich persönlich empfehlen kann:
Die Superbude ist ein modernes, schickes Hostel, meine absolute Hamburg-Empfehlung.
Mit dem 25 hours – eher für den gehobeneren Geldbeutel – habt Ihr Euer Zuhause direkt im Hafen.
Das Motel One ist als Kette sicherlich bekannt – da weiß man, was einen erwartet.

Willkommen in Hamburg – und hinterlasst hier in den Kommentaren gern noch weitere Tipps für einen Kurztrip in die zehntlebenswerteste Stadt der Welt ;)

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